Falsche Weichenstellung

Der Global Health Hub Germany der Bundesregierung hat Interessenkonflikte

Die Deutsche Plattform für Globale Gesundheit, ein Netzwerk aus Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler*innen und Gewerkschaften, sieht in der Zusammensetzung des neu gegründeten Global Health Hub Germany der Bundesregierung, der am 19.2. lanciert wird, einen Interessenkonflikt zwischen Gemeinwohlinteressen und Gewinninteressen im Gesundheitsbereich.

Die Idee für das neue Gremium bestehend aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, philanthropischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen kam vor allem aus der Wirtschaft. Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen wurden erst nach lautstarker Kritik und mit wenig Mitspracherecht einbezogen. „In der Konsequenz wird ein weiterer Ort geschaffen, an dem die Meinungsführerschaft der Industrie einen großen Stellenwert eingeräumt bekommt“ kritisiert Jörg Schaaber von der BUKO Pharma-Kampagne.
Aufgrund seiner Konstruktion wird der Global Health Hub Germany schwerlich einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten können. Das grundlegende Ziel von Global Health, ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern, erfordert einen wesentlich breiteren Ansatz.

Die fatalen Auswirkungen der engen Verschränkung von Politik und Wirtschaft zeigt die aktuelle Debatte über verbindliche Regeln zur die Reduzierung des Zuckeranteils in Lebensmitteln: Obwohl der Zusammenhang zwischen dem Konsum von teilweise verstecktem Zucker und der dramatischen Zunahme von Diabetes-Typ-2-Erkrankungen empirisch gut belegt ist, verhinderte der starke Druck der Hersteller auf das Landwirtschaftsministerium jede Erfolg versprechende Regelung. „Fälle wie dieser zeigen, dass öffentliche Gremien und Beraterzusammenhänge gebraucht werden, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen und keinerlei Gewinninteressen verfolgen“ sagt Anne Jung, Gesundheitsreferentin von medico international und Mitglied der DPGG.

Das Recht auf den bestmöglichen Zugang zu Gesundheit kann nur durch die Erhaltung und Stärkung der öffentlichen Verantwortung erreicht werden. Die Regierung muss hier für den sozialen und institutionellen Rahmen sorgen. „Wenn ein Global Health Hub etwas erreichen soll, darf er nicht den Interessen der Wirtschaft Vorrang einräumen,“ so Professor Jens Holst von der Hochschule Fulda und Mitglied der DPGG. „Die Bundesregierung wäre gut beraten, einen ressortübergreifenden Hub zu bilden, der auch die gesundheitlichen Auswirkungen von Handel, Produktion und Export kritisch überprüft.“

Max Klein, BUKO Pharma-Kampagne, Tel. Tel. +49-(0) 521-96879481
www.plattformglobalegesundheit.de

Hintergrundinformationen

SDG 3 – Deutschlands Engagement – für Globale Gesundheit, Januar 2019 (PDF)
Der Globale Aktionsplan für ein gesundes Leben und das Wohlergehen aller Menschen und der Prozess zur Neuformulierung der Strategie der Bundesregierung zu Globaler Gesundheit. Briefing von Brot für die Welt, Global Policy Forum

Pharma-Brief der Buko-Pharma-Kampagne zum Global Health Hub Germany, Nr. 8-9 November 2018 (PDF)
Am Rande der Debatte um die globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung sickerten im September erste Informationen über ein neues Gremium durch: Der sogenannte Global Health Hub soll eine wichtige Rolle in der weiteren Entwicklung und Umsetzung der Gesundheitsstrategie bekommen. Je mehr Informationen über das geplante Diskussionsforum bekannt werden, umso fragwürdiger erscheint es.

 

Politik macht Gesundheit

Der Public Health-Kongress Armut und Gesundheit 2019 am 14. und 15. März 2019 in Berlin diskutiert unter dem Motto „POLITIK MACHT GESUNDHEIT“ den Health in All Policies-Ansatz weiter. Das Motto enthält bewusst zwei Lesarten: Zum einen ist Gesundheit immer auch eine Frage des politischen Willens (‚Politik macht Gesundheit`), zum anderen stellt Politik einen ständigen Kampf um Macht zwischen konkurrierenden Interessen dar (‚Politik Macht Gesundheit‘).

Die Panels von medico international und der Deutschen Plattform für Globale Gesundheit greifen das Motto des Kongresses auf und diskutieren Fragen der globalen Gesundheitsarchitektur und die Idee einer öffentlichen Bürgerversicherung auf globaler Ebene.

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Zur Globalen Gesundheitsstrategie der Bundesregierung

Die Deutsche Plattform für Globale Gesundheit (DPGG), ein Zusammenschluss von Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler*innen, verfolgt das Ziel, die Bedeutung der gesellschaftlichen Bedingungen von Gesundheit und Krankheit stärker in die nationale und internationale Gesundheitsdebatte einzubringen.

In der heutigen globalisierten Welt sind die wesentlichen Einflussfaktoren für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen nicht mehr allein auf nationaler Ebene steuer- und beeinflussbar. Die innerhalb und zwischen den Ländern dieser Erde beständig anwachsende Ungleichheit von Einkommen und Vermögen, der Klimawandel, die Liberalisierung der internationalen Finanz- und Warenströme, das Wirken transnationaler Konzerne, der Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Welt: All das hat erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen und macht zugleich globales Handeln unumgänglich.

Es gilt aber auch: „Globale Gesundheit fängt zu Hause an“. Daher will die Plattform dazu beitragen, mit den Empfehlungen für die Globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung die Trennung zwischen nationaler und globaler Gesundheitspolitik zu überwinden.

Fact Sheets zur globalen Gesundheitspolitik

Anlässlich der Bundestagswahlen fordert die Deutsche Plattform für globale Gesundheit, dass die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen, die erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen haben, zukünftig stärkere Beachtung in der Gesundheits- und Entwicklungspolitik der Bundesregierung finden als bisher.

Die Deutsche Plattform für globale Gesundheit (DPGG) weist anhand der Themen Arzneimittelpolitik und Medikamentenpreise, Migration von Gesundheitsfachkräften, Versorgung von Migrant*innen in Deutschland und den sozialen Determinanten von Gesundheit auf die Bedeutung globalen Denkens und Handelns für die deutsche Politik hin.

Fact Sheets:

Abwehr oder Vorsorge – Die G20 und die globale Gesundheit

Dokumentation der Fachtagung „Abwehr oder Vorsorge – Die G20 und die globale Gesundheit“ am 15. Mai 2017 in Berlin.

Eine funktionierende Gesundheitsinfrastruktur ist die Basis für eine wirksame Seuchenprävention und für die Bekämpfung der Massenepidemien der Armen: Malaria, Typhus, Tuberkulose. Diese Erkenntnis ist seit Jahren da und wird doch von einer auf Profitmaximierung ausgelegten Wirtschaftspolitik torpediert.

Was auf der Tagesordnung der G20 Gesundheitsminister*innen fehlt, ist eine an den Grundbedürfnissen der Menschen orientierte Wirtschaftspolitik, die Dokumentation der Fachtagung Beendigung von Freihandelsverträgen in der heutigen Form, die Einführung eines wirksamen Unternehmensstrafrechts und das Ende der Abwerbung von Gesundheitspersonal aus dem Ausland.

Um globalen Gesundheitsproblemen zu begegnen, muss auch der Kampf um menschenwürdige Lebensbedingungen und deren Verrechtlichung global verortet werden.

Dokumentation

 

Deutsche Plattform für globale Gesundheit fordert Umdenken in der globalen Gesundheitspolitik

Pressemitteilung, 18.05.2017

Zu Beginn des G20 Gesundheitsministertreffens, das sich mit globalen Gesundheitskrisen wie der Bekämpfung von Ebola und anderen Seuchen sowie der Eindämmung von Antibiotikaresistenzen befassen wird, fordert die Deutsche Plattform für Globale Gesundheit (DPGG) ein Umdenken in der globalen Gesundheitspolitik. In der DPPG engagieren sich Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbände, entwicklungspolitische Organisationen, Wissenschaft sowie soziale Projekte. Der DPGG ist es ein wichtiges Anliegen, die schädlichen Auswirkungen der Politik der dominierenden Wirtschaftsländer auf die Gesundheit in der Welt zu benennen und die sozialen und politischen Bedingungen für Gesundheit stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

»Die Gesundheitsversorgung wird weltweit immer mehr dem Markt unterworfen«, beklagt Margret Steffen von Ver.di, »das trägt zu Verschlechterung in der Gesundheitsversorgung bei«. Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat gezeigt, wie die Destabilisierung der betroffenen Länder durch unfaire Handelsbeziehungen, postkolonialen Raubbau und die systematische Abwerbung von medizinischem Fachpersonal zum Ausbruch der Epidemie beiträgt. »Daher kann der Schutz vor Seuchen nur gelingen, wenn diese politischen Faktoren Berücksichtigung finden«, sagt Anne Jung, Gesundheitsreferentin von medico international.

Dies gilt auch für das zweite große Thema beim G20-Gesundheitsministertreffen, den Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. »Solange Handels- und Investitionsabkommen die Renditen von Unternehmen über den Schutz der Bevölkerung vor gesellschaftlich und gesundheitlich schädliche Folgen der Gewinnmaximierung stellen, bleiben die Aussichten im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen düster« sagt der Arzt und Gesundheitswissenschaftler Jens Holst von der Hochschule Fulda, einer der Mitgründer der Plattform für globale Gesundheit.

Effektive Strategien zur Eindämmung der Resistenzentwicklung müssen deshalb die sozialen Sicherungssysteme einbeziehen und die globale Tendenz zur Privatisierung der Gesundheitsausgaben umkehren.

Mit medizinisch-technischen Ansätzen allein wird man die dramatische Zunahme von Antibiotikaresistenzen nicht in den Griff bekommen. »Es ist widersprüchlich, wenn die Gesundheitspolitik sich bemüht, den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren, und andererseits die Agrarpolitik auf Massenproduktion und globale Exporte setzt. Besser sollten regionale Erzeugerstrukturen gefördert werden, die die Tiergesundheit in den Vordergrund stellen«, sagt Christian Wagner-Ahlfs von der BUKO Pharma-Kampagne. Das sollte die Bundesregierung bedenken, wenn sie auf der globalen politischen Bühne tatsächlich Verantwortung für die Überwindung des Resistenzproblems übernehmen will.

Die DPGG fordert die Bundesregierung daher auf, die Bedeutung der sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen von Gesundheit stärker zu berücksichtigen und beim Treffen der G20-Gesundheitsminister auf die Tagesordnung zu setzen.

Rückfragen richten Sie bitte an

  • Anne Jung, medico international, DPGG jung@medico.de Tel. 0179 123 07 19
  • Dr. Christian Wagner-Ahlfs, BUKO Pharma-Kampagne Tel. 0171 – 42 82 544

 

www.plattformglobalegesundheit.de

Ärzte der Welt
attac AG Soziale Sicherung
Buko Pharmakampagne
Stiftung Umverteilen! Asien AG
medico international
Ver.di
Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte

Interessen und Strategien globaler Gesundheitspolitik

Einführungsvortrag von Thomas Gebauer, medico international auf der Fachkonferenz „Abwehr oder Vorsorge? –  Die G 20 und die globale Gesundheit

I.

Selbstverständlich ist es nicht falsch, wenn sich Gesundheitsminister/innen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammensetzen, um gemeinsam über Verbesserungen zum Schutz der Gesundheit von Menschen nachzudenken.

Angesichts von Epidemien, die vor keiner Grenze haltmachen, angesichts des weltweiten Klimawandels, der auch und gerade die Gesundheit der Menschen beeinträchtigt, angesichts weltwirtschaftlicher Verhältnisse, die z.B. über bi- und multilaterale Handelsverträge vielfältigen Einfluss auch auf die nationalen Gesundheitswesen nehmen, steht wohl außer Frage, dass Gesundheitspolitik mehr denn je keine nationale Angelegenheit ist.

Die Erkenntnis aber, dass es in einer näher zusammengerückten Welt auch internationaler Bemühungen bedarf, um die Gesundheit der Menschen zu schützen, ist nicht eigentlich neu. Das war schon klar, als 1948, vor bald 70 Jahren, die Weltgesundheitsorganisation gegründet wurde. Mit großer Weitsicht heißt es in der Verfassung der WHO, dass eine „internationale Gesundheitsarbeit“ notwendig sei, die von einer zentralen Autorität gesteuert und koordiniert werden müsse: der WHO. Weiterlesen

Abwehr oder Vorsorge? – Die G20 und die globale Gesundheit

Fachkonferenz,  Berlin, 15. Mai 2017
11.00–17.00 Uhr. – Programm und Anmeldung –

Gesundheitsthemen waren immer schon beliebt bei globalen Gipfeltreffen, bei Themen wie AIDS oder Mutter/Kind Gesundheit lässt sich Einigkeit und Engagement demonstrieren. Nun treffen sich auch erstmals die G20 Gesundheitsminister*innen im Vorfeld des G20-Gipfels, um sich mit globalen Gesundheitskrisen zu befassen. Die zugrunde liegende Agenda der Gesundheitssicherheit gibt dem Schutz der eigenen Bevölkerungen vor globalen gesundheitlichen Gefahren Priorität.

Grenzüberschreitende Pandemien wie Vogelgrippe, Ebola oder Zika und die zunehmende Resistenzen von Krankheitserregern gegen Antibiotika sollen effektiv abgewehrt werden. Zwar ist der Weg zum Ziel umstritten: Einige Staaten betonen, dass der Ausbruch von Epidemien nur dann wirksam verhindert werden kann, wenn es vor Ort leistungsfähige Gesundheitssysteme gibt, andere hingegen setzen vor allem auf Abschottung.

Doch im Mittelpunkt steht, auch und gerade nach der Ebola Krise, der Aufbau »widerstandsfähiger« Gesundheitssysteme. Dies greift zu kurz und lenkt gar davon ab, dass Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit ist und ohne soziale Gerechtigkeit nicht zu haben ist.

In diesem Spannungsfeld zwischen Gesundheitssicherung und Gesundheitssicherheit möchten wir mit den Referent*innen auf der Fachkonferenz der Plattform für Globale Gesundheit (DPGG) darüber debattieren, wie die Politik der dominierenden Wirtschaftsländer die Bedingungen für Gesundheit beeinflusst, und häufig behindert. Wir gehen der Frage nach, wie sich solidarische finanzielle Ausgleichssysteme schaffen ließen, um perspektivisch das Recht auf Gesundheit für alle Menschen durchzusetzen.

Veranstaltungsort

DGB Bundesvorstand
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin

Programm

Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an Anne Jung, medico international, Tel. 069 94438-27


Anmeldung







 

Veranstaltungen der Deutschen Plattform für Globale Gesundheit auf dem Kongress Armut & Gesundheit 2017

Der Public-Health-Kongress Armut und Gesundheit findet am 16. und 17. März 2017 an der TU Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website des Kongresses
www.armut-und-gesundheit.de

DONNERSTAG

Donnerstag, 16 März 2017, 11.30 Uhr

Pflege solidarisch gestalten

Gespräch darüber, welche Solidarität und Humanität die Gesellschaft von morgen braucht, um die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu meistern.

Mit: Prof. Dr. Gerhard Bäcker, Universität Duisburg-Essen und Dietmar Erdmeier, ver.di

Moderation: Melanie Wehrheim, ver.di

 

Donnerstag, 16 März 2017, 11.30 Uhr

Kontinuität in der Versorgung von Asylsuchenden: Herausforderungen und Lösungsansätze

Mit: Katharina Wahedi, Universitätsklinikum Heidelberg; Sandra Claudia Gewalt, Universitätsklinikum Heidelberg; Elisabeth Biber, Ärzte der Welt e.V.; Dr. Kayvan Bozorgmehr, Universitätsklinikum Heidelberg

Moderation: Dr. Brigitte Joggerst, Gesundheitsamt Pforzheim/Enzkreis; Dr. Eva-Maria Schwienhorst-Stich, Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V.

 

Donnerstag, 16 März 2017, 14.15 Uhr

Wer zahlt die Rechnung? Neue Wege zu einer solidarischen Gesundheitsfinanzierung

Gemeinsam möchten wir darüber debattieren, wie die krankmachende und tödliche Ungleichheit in der weltweiten Gesundheitsversorgung verändert werden kann und durch welche Maßnahmen gesellschaftlicher Umverteilung ein solidarisches Gesundheitssystem finanziert werden könnte.

Mit: Dr. Rene Loewenson, Training and Research Support Centre und EQUINET; Thomas Gebauer, medico international

Moderation: Anne Jung, medico international

 

Donnerstag, 16 März 2017, 14.15 Uhr

Von wegen „Universal Health Coverage“!
Aktuelle Entwicklungen humanitärer Hilfe in der Gesundheitsversorgung von Migrant*innen in Deutschland

Mit: Dr. Johanna Offe, Ärzte der Welt e.V.; Dr. Jessica Groß, Medibüro Berlin; Lisa Palm & Verena Mohn, Medizinische Flüchtlingsberatung Hannover; Elène Misbach, Alice Salomon Hochschule

Moderation: Anja Dietrich, Diakonie Deutschland

 

Donnerstag, 16 März 2017, 16.15 Uhr

Welfare unbound: how do we translate solidarity into migrants’ empowerment?

(mit deutscher Übersetzung)

The discussion will address ways in which social concern for migrants’ health translates into new individual and collective capabilities.

Mit: Riyad Aledrise, Bürgerinitiative Moabit Hilft; Aïda Fall, Associazione dei Senegalesi di Catania; Nora Gottlieb, Technische Universität Berlin; Adelheit Lüchtrath, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.; Pietro Daniel Omodeo, SOS Mediterranee; Nadine Stammel, Behandlungszentrum für Folteropfer e. V.

Moderation: Dr. Brigida Proto, Technische Universität Berlin

 

FREITAG

Freitag, 17. März 2017, 09.00 Uhr

Aufwerten und Entlasten: Gesetzliche Personalvorgaben in Krankenhäusern

Mit: Grit Genster, ver.di; Niko Stumpfögger, ver.di; Carsten Becker, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Moderation: Dr. Margret Steffen, ver.di

 

Freitag, 17. März 2017, 9.00 Uhr

Das Einmaleins der globalen Gesundheitspolitik – wie kann Gesundheit gesamtgesellschaftlich gedacht und gestaltet werden?

Das Format soll elementare Begriffe und Konzepte der globalen Gesundheitspolitik darstellen. Außerdem Inputs zu den Auswirkungen von Freihandel auf die Gesundheit, der Migration von Gesundheitsfachkräften und den Ursachen für hohe Medikamentenpreise.

Mit: Anne Jung, medico international; Reiner Siebert, Projekt InCoach; Dr. Johanna Offe, Ärzte der Welt e.V.

Moderation: Mareike Haase, Brot für die Welt

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Freitag, 17. März 2017, 9.00 Uhr

Bestechend unbestechlich: Wie kann die Selbsthilfe ihre Unabhängigkeit wahren?

Mit: Dr. Ulrike Faber, Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.; Dr. Rolf Kühne, MEZIS e.V.; Rolf Blaga, Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e. V.

Moderation: Dr. Jutta Hundertmark-Mayser, Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung der Selbsthilfe

 

Freitag, 17. März 2017, 11.00 Uhr

Gesundheit als Brücke zum Frieden – medizinische Friedensarbeit

Mit: Katharina Thilke, Krankenhaus Porz am Rhein und Dr. Stephan Kolb, Klinikum Nürnberg

Moderation: Dr. Katja Goebbels, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.

 

Freitag, 17. März 2017, 11.00 Uhr

Gesundheit von Arbeitslosen verbessern, Lebenslage verändern – zur Kritik gegenwärtiger Gesundheitsstrategien

Mit: Dr. Thomas Steffens & Elena Weber, Diakonie Deutschland; Klaus Kittler, Diakonisches Werk Württemberg e.V.

Moderation: Gudrun Mahler, Diakonisches Werk Bayern e.V.

 

Freitag, 17. März 2017, 13.45 Uhr

Klimawandel und Gesundheit

Warum ist Klimawandel die „größte Bedrohung der globalen Gesundheit“, trifft insbesondere Arme und was kann der Gesundheitssektor dagegen tun?

Mit: Vijoleta Gordeljevic, Health and Environment Alliance; Dr. Winfried Zacher, Germanwatch e. V.; Dr. Dieter Lehmkuhl, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.

Moderation: Julia Gogolewska, Health and Environment Alliance

Programm zum Download

Weitere Informationen und Anmeldung

Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website des Kongresses Armut und Gesundheit
www.armut-und-gesundheit.de

Die Plattform für Globale Gesundheit (DPGG) hat das Ziel, die sozialen Bedingungen für Gesundheit in den Mittelpunkt der nationalen und internationalen Gesundheitsdebatte zu rücken. Sie will den Zusammenhang zwischen globalen und lokalen Einflussfaktoren von Gesundheit stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen und die bisherige Trennung zwischen innenpolitischer und globaler Gesundheitspolitik überwinden. In der DPGG wirken Gewerkschaften, Sozial- bzw. Wohlfahrtsverbände, entwicklungs- wie migrationspolitische Organisationen, Wissenschaft, soziale Projekte und Bewegungen mit.